Küstenschutz Dahme Süd e.V.

Der Verein Küstenschutz Dahme Süd e.V. wurde nach der letzten Sturmflut 2023 und einigen vorangegangenen Treffen der Anrainergemeinschaft im Jahr 2026 gegründet. Er gilt als handlungsfähiges Organ, um im Namen der Interessensvertretung und der Anrainer der Leuchtturmstrasse sowie Dahmeshöved nach einer machbaren Lösung zum Schutz der Küste zu suchen. Die Interessensvertretung hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um mögliche Schutzmaßnahmen für die Küste untersuchen zu lassen.

Diese Seite soll über erste Schritte und Ergebnisse informieren.

Gerne können Interessierte uns, den Vorstand des Vereins, für weitere Fragen kontaktieren oder das Gutachten als Kopie (kostenpflichtig, Einzelbetrag Euro 220,00) anfragen.

1. Vorsitzende ist Frau Heide Adomeit.

Kontakt

Aufgabe

Ausgangslage

Der Küstenabschnitt Dahmeshöved ist geprägt durch historische Steilufererosion von 0,25–0,50 m/Jahr. Bisherige Schutzmaßnahmen (Buhnen, Steinschüttungen) haben die Küste nicht nachhaltig stabilisiert.

Gutachten 2026

Das Gutachten, das die aktuelle küstenmorphologische Situation analysiert und denkbare Küstenschutzoptionen bewertet, liegt nun vor.

Ziel: Erhalt des IST-Zustandes, ein durchgängiger, wenn auch schmaler Strand vor dem Steilufer.

Arbeitsschritte innerhalb des Gutachtens

  • Datenerhebung zu Hydrographie, Meteorologie und Sedimentologie
  • Seegangseingangsdaten und Sedimenttransportuntersuchungen
  • Technischer Variantenvergleich und Empfehlung einer Vorzugsvariante

Aktuelle Küstensituation

2 km

Abschnittslänge

KKM 273,5–275,5, Abschnitt 8617 Dahmeshöved

60 m

Strandbreite 1878

Historische Ausgangssituation

25 m

Strandbreite 2010

Rückgang von 35 m in 130 Jahren

0,44 m/a

Mittlere Rückgangsrate

Laut Fachplan Küstenschutz Ostseeküste

Steilufer Dahmeshöved

Ein Blick auf das Steilufer Dahmeshöved (August 2025) zeigt: Ein schmaler Strandbereich ist vorhanden. Alte Deckwerke und Buhnenreste haben keine nennenswerte Wirkung auf den Sedimenttransport. Die „Große Buhne Dahme" ist das einzige dokumentierte Küstenquerwerk im Fachplan. Eine Ertüchtigung wurde von Seiten der Unteren Naturschutzbehörde als nicht zielführend und nicht förderfähig bewertet.

Welche Optionen gibt es für den Küstenschutz?

Für den rund 2 km langen Abschnitt (Leuchtturmstrasse / Dahmeshöved) kommen grundsätzlich drei Lösungsansätze infrage. Diese sind stets von Süd nach Nord zu betrachten, d.h. entgegen der Sedimenttransportrichtung.

Große Buhne(n)

Eine oder zwei lange, undurchlässige Steinbuhnen.

Vor- und Nachteil: Wenige Bauwerke, aber massive Lee-Effekte und geringe Flexibilität.

Buhnenfeld

25–30 teildurchlässige Holzpfahlbuhnen.

Vor- und Nachteil: Sehr flexibel, stufenweise realisierbar, aber nicht unanfällig.

Offshore-Wellenbrecher

3–5 uferferne Wellenbrecher aus Holz.

Vor- und Nachteil: Wirksam auch bei Sturmhochwasser, gut erweiterbar, Bau von See aus.

Zusammenfassung

Erosion wird zunehmen

Ohne Schutzmaßnahmen verschlechtert sich die Küstensituation mit steigendem Meeresspiegel weiter. Die aktuellen Erosionsraten sind eher die untere Grenze.

Sediment ist verfügbar

Grundsätzlich ist Sediment im System vorhanden. Vor Detailplanung sollte die Sedimentverfügbarkeit im Flachwasser vor Dahmeshöved jedoch verifiziert werden.

Bevorzugte Lösungen

Kurze, teildurchlässige Buhnen und/oder uferferne Wellenbrecher – möglichst mit Sandvorspülung. Wichtig: Lee-Effekte sind bei keiner Lösung vermeidbar.

Nächste Schritte

Der Verein Küstenschutz Dahme Süd e.V. macht sich dafür stark, über ein gemeinsames Genehmigungsverfahren mit der Gemeinde Dahme wichtige Küstenschutzmaßnahmen zu realisieren. Erste Termine bzw. Prüfungsanfragen bei den Behörden werden durch den Vorstand des Vereins erfragt.

Für das weitere Vorgehen sind weitere Detailplanungen erforderlich. Eine Arbeitsgruppe wurde geründet. Diese besteht aus Vereinsmitgliedern und Vertretern der Interessensgemeinschaft.

Wir freuen uns, Interessenten einen Einblick in die aktuelle Situation vor Ort geben zu können und informieren auch weiterhin über diese Plattform. Alle, die uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, mit uns in Kontakt treten.