Der Verein Küstenschutz Dahme Süd e.V. wurde nach der letzten Sturmflut 2023 und einigen vorangegangenen Treffen der Anrainergemeinschaft im Jahr 2026 gegründet. Er gilt als handlungsfähiges Organ, um im Namen der Interessensvertretung und der Anrainer der Leuchtturmstrasse sowie Dahmeshöved nach einer machbaren Lösung zum Schutz der Küste zu suchen. Die Interessensvertretung hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um mögliche Schutzmaßnahmen für die Küste untersuchen zu lassen.
Diese Seite soll über erste Schritte und Ergebnisse informieren.
Gerne können Interessierte uns, den Vorstand des Vereins, für weitere Fragen kontaktieren oder das Gutachten als Kopie (kostenpflichtig, Einzelbetrag Euro 220,00) anfragen.
1. Vorsitzende ist Frau Heide Adomeit.
Der Küstenabschnitt Dahmeshöved ist geprägt durch historische Steilufererosion von 0,25–0,50 m/Jahr. Bisherige Schutzmaßnahmen (Buhnen, Steinschüttungen) haben die Küste nicht nachhaltig stabilisiert.
Das Gutachten, das die aktuelle küstenmorphologische Situation analysiert und denkbare Küstenschutzoptionen bewertet, liegt nun vor.
Ziel: Erhalt des IST-Zustandes, ein durchgängiger, wenn auch schmaler Strand vor dem Steilufer.

KKM 273,5–275,5, Abschnitt 8617 Dahmeshöved
Historische Ausgangssituation
Rückgang von 35 m in 130 Jahren
Laut Fachplan Küstenschutz Ostseeküste




Ein Blick auf das Steilufer Dahmeshöved (August 2025) zeigt: Ein schmaler Strandbereich ist vorhanden. Alte Deckwerke und Buhnenreste haben keine nennenswerte Wirkung auf den Sedimenttransport. Die „Große Buhne Dahme" ist das einzige dokumentierte Küstenquerwerk im Fachplan. Eine Ertüchtigung wurde von Seiten der Unteren Naturschutzbehörde als nicht zielführend und nicht förderfähig bewertet.
Für den rund 2 km langen Abschnitt (Leuchtturmstrasse / Dahmeshöved) kommen grundsätzlich drei Lösungsansätze infrage. Diese sind stets von Süd nach Nord zu betrachten, d.h. entgegen der Sedimenttransportrichtung.
Eine oder zwei lange, undurchlässige Steinbuhnen.
Vor- und Nachteil: Wenige Bauwerke, aber massive Lee-Effekte und geringe Flexibilität.
25–30 teildurchlässige Holzpfahlbuhnen.
Vor- und Nachteil: Sehr flexibel, stufenweise realisierbar, aber nicht unanfällig.
3–5 uferferne Wellenbrecher aus Holz.
Vor- und Nachteil: Wirksam auch bei Sturmhochwasser, gut erweiterbar, Bau von See aus.
Ohne Schutzmaßnahmen verschlechtert sich die Küstensituation mit steigendem Meeresspiegel weiter. Die aktuellen Erosionsraten sind eher die untere Grenze.
Grundsätzlich ist Sediment im System vorhanden. Vor Detailplanung sollte die Sedimentverfügbarkeit im Flachwasser vor Dahmeshöved jedoch verifiziert werden.
Kurze, teildurchlässige Buhnen und/oder uferferne Wellenbrecher – möglichst mit Sandvorspülung. Wichtig: Lee-Effekte sind bei keiner Lösung vermeidbar.
Der Verein Küstenschutz Dahme Süd e.V. macht sich dafür stark, über ein gemeinsames Genehmigungsverfahren mit der Gemeinde Dahme wichtige Küstenschutzmaßnahmen zu realisieren. Erste Termine bzw. Prüfungsanfragen bei den Behörden werden durch den Vorstand des Vereins erfragt.
Für das weitere Vorgehen sind weitere Detailplanungen erforderlich. Eine Arbeitsgruppe wurde geründet. Diese besteht aus Vereinsmitgliedern und Vertretern der Interessensgemeinschaft.
Küstenschutz Dahme Süd e.V.